Frauen unter sich

Ein „sicherer Ort“ für Ihre Therapie…

 

In unserer Frauenklinik bieten wir den Patientinnen einen geschützten und wertschätzenden Rahmen. Dies ist insbesondere für Patientinnen mit schweren Belastungen und traumatischen Erfahrungen eine wichtige Voraussetzung, sich auf die Therapie einzulassen.

 

Die persönliche Atmosphäre und die überschaubare Größe unserer Klinik fördern den Therapieprozess. Bei 40 Patientinnen kennt man sich rasch und schöpft Vertrauen. Jede Patientin wird individuell wahrgenommen und im Hinblick auf ihre persönlichen Ziele unterstützt.

 

 

 

„Frauenthemen“ stehen bei uns selbstverständlich im Zentrum...

 

Suchtentwicklung findet bei Frauen im Verborgenen statt. Frauen konsumieren meist heimlich und sie bleiben lange sozial unauffällig. Sie passen sich an, funktionieren und sorgen für die Familie, zugleich leiden sie unter starken Schuldgefühlen. Der Suchtmittelkonsum hat häufig die Funktion einer Selbstmedikation bei Überlastung oder zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen wie z.B. sexueller oder körperlicher Gewalt. Scham- und Schuldgefühle erschweren es, über die Probleme zu sprechen und Hilfen in Anspruch zu nehmen.

 

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Aus dieser Erfahrung heraus stellen viele Frauen in gemischten (Therapie-)Gruppen „ihre“ frauenspezifische Themen und Probleme wie z.B. Kindererziehung, Doppelbelastung durch Familie und Beruf,  Ehekonflikte, Sexualität und insbesondere auch Gewalterfahrungen eher zurück. Die Würdigung und angemessene Bearbeitung dieser Problemfelder ist bei Frauen für eine erfolgreiche Suchttherapie jedoch unerlässlich. Hierfür halten wir die entsprechenden therapeutischen Angebote bereit.

 

 

 

Lernen sich ernst zu nehmen…

 

Viele Frauen haben gelernt, sich an die Erwartungen anderer Menschen anzupassen, eigene Bedürfnisse zurück zu stellen und Konflikte zu vermeiden. Sie beziehen ihren Selbstwert über das Funktionieren und für andere da zu sein. Die Betonung eigener Wünsche oder Belastungsgrenzen wird eher negativ konnotiert und als egoistisch abgewertet.

 

Es ist ein zentrales Ziel der Therapie, dass unsere Patientinnen lernen, ihre Fähigkeiten realistisch einzuschätzen, ihre Möglichkeiten und Grenzen zu respektieren und ein positives Selbstbild zu entwickeln.

 

Im Rahmen des Therapieprozesses lernen sie, sich wichtig zu nehmen, eigene Ziele zu definieren und Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse und Interessen zu übernehmen.

Das beinhaltet auch, einen konstruktiven und offeneren Umgang mit negativen Gefühlen wie z.B. Ärger, Wut und Enttäuschung zu erarbeiten.

 

 

 

Eine positive Identität als Frau entwickeln…

 

Die Auseinandersetzung mit anderen Frauen fördert die Reflexion der eigenen Identität als Frau, sie hilft (Selbst-)Abwertungen zu erkennen und zu hinterfragen. Viele Frauen definierten sich in der Vergangenheit über ihre Beziehungen zu Männern. Sie haben sehr negative Erwartungen an das eigene Geschlecht („Zickenkrieg“) und machen in der Klinik die heilsame Erfahrung, dass Frauen Solidarität und Verständnis füreinander entwickeln und sich gegenseitig unterstützen können.

 

Frauen erleben hier einen Freiraum, in dem sie sich nicht an den Erwartungen und Anforderungen von Männern orientieren „müssen“. Das eröffnet die Möglichkeit, die bisherige Rolle in Partnerbeziehungen zu überdenken und zu verändern.

 

Stufen zur Freiheit - Gruppenarbeit im Haus Kraichtalblick