Therapieprogramm

Sucht ist eine Krankheit, die den ganzen Menschen erfasst. Deshalb ist unsere Therapie ganzheitlich ausgerichtet.

Grundlage der Therapie ist strikte Abstinenz. Wir empfehlen, vor Beginn der Entwöhnungsbehandlung eine Entgiftung durchzuführen.

In der Gruppen- und Einzeltherapie werden Ursachen und Bedingungen der Suchterkrankung untersucht. Neue Verhaltensweisen und Perspektiven werden entwickelt. In der Therapiegruppe, die während der gesamten Behandlungszeit zusammenbleibt, entstehen rasch Vertrauen und gegenseitiger Respekt.

Parallel zur psychotherapeutischen Arbeit beginnt die medizinische Diagnostik. Körperliche Folgeschäden, aber auch unabhängig bestehende Erkrankungen werden diagnostiziert und behandelt. So weit wie möglich werden hier auch physikalische Maßnahmen eingesetzt: Massagen, Bäder, Elektrotherapie, Kneippsche Anwendungen stehen in der umfangreichen Badeabteilung zur Verfügung.

 

In der Gestaltungstherapie können kreative Fähigkeiten (wieder)entdeckt werden. Bei der Beschäftigung mit verschiedenen Materialien und Techniken ist für jedes Interesse etwas dabei. In der Gestaltungstherapie entstehen alle getonten Gegenstände für den asiatischen Garten (Statuen, Zierelemente, Dachziegel usw.).

Ein zentrales Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Um wieder fit für den Beruf zu werden, bestehen in den Werkstätten der Arbeitstherapie Trainingsmöglichkeiten für viele Materialien. Folgende Werkstätten sind vorhanden: Metallwerkstatt, Schreinerwerkstatt, Gärtnerei, Haustechnik.

width=514"

Für Patienten, die arbeitslos sind oder die sich beruflich neu orientieren wollen, kommen regelmäßig Berater der Agentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung in die Klinik.

Wer Interesse hat, den Umgang mit Computern zu erlernen oder zu verbessern, kann an einem Computerkurs teilnehmen, der zu einem Abschlusszertifikat führt. Darüber hinaus steht der Computerraum außerhalb der Kurse für Übungen zur Verfügung.

Neben Arbeit und Therapie steht die Information: Im Patientenunterricht kann man alles über Sucht, medizinische Fragen und lebenspraktische Themen erfahren.

Nicht nur die geistige, auch die körperliche Fitness will trainiert sein. Im Sport mit Turnhalle, Freigelände, Kraftraum, Tischtennisraum, Hallenschwimmbad usw. findet jeder eine Möglichkeit, sich körperlich wieder zu regenerieren.

Ganz wichtig für die Entwicklung neuer Verhaltensstrategien ist das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft der Patienten hilft, die Therapiezeit gut zu nutzen. Sie trägt über Krisen und Rückfallgefährdungen. Sie ist da, wenn es darum geht, einfach nur mit anderen Spaß zu haben. In der Gemeinschaft können neue Verhaltensstrategien erprobt und neue Erfahrungen gemacht werden.

Weil Selbsthilfegruppen für die meisten Suchtkranken eine wesentliche Hilfe zu dauerhafter Abstinenz sind, kommen regelmäßig Selbsthilfegruppen zu uns in die Klinik. So können erste Kontakte mit der Selbsthilfe geschlossen werden, die nach der Therapie zu neuen Freundschaften führen.